Istanbul 2012 – 11. Tag – Hitzeschlacht in der Wallachei

Polovragi – Bechet, 203km,gesamt 1758km

Die Gastgeber in Polovragi servierten uns gegen 7.30 Uhr ein sehr üppiges und leckeres Frühstück.

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Pension in Polovragi

Nach einem Abschiedsfoto konnten wir also beizeiten in Richtung Süden starten. Schon am Morgen merkte man, dass es wohl sehr heiß werden würde.

Die ersten Kilometer flutschten weg wie nichts und wir dachten schon, bis zur Donau ist es ein Klacks… Die ganze Zeit war kaum Verkehr, lediglich ein paar Pferdefuhrwerke kamen entgegen. Da ein Dorf an das andere anschloss, war immer Leben auf der Straße.

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Heufuhre

Interessant für uns war die Tatsache, dass die Einheimischen auf Bänken vor ihren Grundstücken saßen und beobachteten, was auf der Straße vor sich geht. Für uns unvorstellbar, sich den Straßenlärm anztun…

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Ochsenkarren

Nachdem der Straßenbelag die ganze Zeit sehr fahrradfreundlich war, wechselte er plötzlich und erinnerte sehr stark an eine DDR-Autobahn. Schlecht verfugte Betonplatten quälten alle 10 m  die Hornhaut der Fahrer…

Außerdem kam Gegenwind auf, der den Pedaleuren zusätzlich zu schaffen machte. Wiederum sorgte dieser für eine gewisse Kühlung und man fragte sich, was nun eigentlich besser ist…
Zu Mittag kamen paar Wolken auf und wir dachten noch gottseidank, aber ganz schnell lösten diese sich wieder auf.

Die Hitze stieg ins schier unermessliche. Laut Internet waren es in Craiova (was wir wegen dem Verkehr umfahren haben) 37°.
Auf den Straßen war kein Mensch zu sehen (ein erzgebirgischer Songwriter würde wohl sagen: „Du triffst kaah Sau“). Man hält also Siesta. Paar Rindviecher am Straßenrand, das war es auch schon.

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Dorfkirche in der Nähe von Craiova

Wir mussten aber auch weiter, wollten heute noch die Donau erreichen.
Unterwegs verabschiedete sich noch Falks Sattelstrebe. Das heißt slso, dass Falks Sattel nur noch auf einer Seite unterstrebt ist. Mal sehen ob wir hier morgen was reißen können mit dem Sattel.

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Flache Wallachei

Die unererträgliche Hitze machte uns schwer zu schaffen. Lippen , Gesicht, Arme, einfach alles schmeckte nach Salz. Das hatten wir noch nie erlebt.
Wir kamen nach 203 km nach Bechet und erkämpften zwei Betten in einer wegen fehlender Ausschilderung kaum als solcher erkennbaren Pension.

Geschrieben von Falk

Karte

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2 thoughts on “Istanbul 2012 – 11. Tag – Hitzeschlacht in der Wallachei”

  1. Guten Morgen,

    203 km in dieser Hitze ist eine beachtliche Leistung und bei dieser Tour bis jetzt auch eure längste Etappe, wenn ich mich nicht täusche. Von daher: prima gemacht!!
    Macht Spaß, jeden Tag zu lesen wie ihr vorankommt und die Strecke auf der Karte verfolgen.

    Bleibt gesund und strampelt fein weiter. Wir wollen euch in Istanbul sehen! 🙂 Also auf einem Foto 😉

    LG

  2. Super, ihr Zwei, macht auch richtig Spaß eure Berichte zu lesen, weiter so.
    Du Falki, wenns mit dem Englisch auf dem Balkan scheitert, kommst du als Russischexperte auf alle Fälle weiter 😉
    LG aus STL vom ZAS

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