Radtour Zwönitz – Obermichelbach

Auch 2017 macht sich der blaue Blitz wieder auf den Weg. Wir radeln ins fränkische Obermichelbach, Partnerort von Hormersdorf. Weil die Strecke jetzt nicht gerade sooo lang ist, holen wir etwas aus. Der Weg soll uns über den Erzgebirgskamm führen, dann flußaufwärts entlang der tschechischen Eger und über den Oberpfälzer Wald.

Etappen und Links:

1. Karlovy Vary (gpx | kmz | GPSies - zwoenitz-karlsbad)
2. Frantisovske Lazne (gpx | kmz | GPSies - karlsbad-franzensbad)
3. Pressath (gpx | kmz | GPSies - franzensbad-pressath)
4. Obermichelbach (gpx | kmz | GPSies - pressath-obermichelbach)

Myszkow, 6.Tag, Kultur & Co.

Heute 32km, gesamt 710km

Da der Blaue Blitz ja in den letzten Tagen schon genug km weggestrampelt hatte, war heute Freizeit angesagt.

Wir waren zunächst um 11 ins Rathaus geladen und wurden dort von der stellvertretenden Bürgermeisterin herzlich empfangen.

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Anschließend folgte unsere Radtruppe zwei Verwaltungsmitarbeitern, die uns zu zwei nahe gelegenen Burgen führten. Auf ihren Fully-Mountainbikes preschten sie auf den teils arg tiefen Sandwegen voraus. Wir hatten ganz schön zu tun, den beiden zu folgen. Dabei gab es auch gleich zwei Stürze, die aber zum Glück glimpflich ausgingen.

Die erste Burg, Mirow, ist in einem ruinösen Zustand, wird aber gerade restauriert.

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Die zweite Burg, Bobolice, erreichten wir über einen Trampelpfad, der uns auch an einer bereits von Steinzeitmenschen benutzten Karsthöhle vorbeiführte.

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Nach Überbrückung der Wartezeit mit Süppchen und Bierchen wurden wir sachkundig durch die restaurierte Burg geführt. Das Gemäuer beherrbergt eine kleine Ausstellung an Waffen, Rüstungen, Bildern und Mobiliar, teils Originale, teils gute Repliken.

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Myszkow, 5.Tag, Myszkow

Heute 129km, gesamt 678km, 460hm

Heute starteten wir gegen Neun, nach einem mehr als ordentlichen Frühstück. Allerdings gab es ein arges Problem bei der Kaffeeversorgung, der Automat war deutlich unterdimensioniert und machte ob unseres Koffeinbedarfs beizeiten die Grätsche.

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Wir fädelten uns ganz gut durch die Straßen von Opole, gelangten unter der Autobahn hindurch auf einen Trampelpfad und hatten wieder einmal ein abenteuerlich schmales Brückchen zu überwinden.

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Über viele Straßen und gute Waldwege kamen wir recht gut voran. Auf einem etwas holperigen Wegstück ereilte uns aber dann doch der Pannenteufel. Marcos hinterer Reifen wurde von einem scharfkantigen Stückchen glasartiger Schlacke regelrecht aufgeschlitzt. Nach Einziehen eines neuen Schlauchs und Abdecken der Schadstelle im Reifen mit einem aus dem Defektschlauch geschnittenen Stückchen Gummi konnte die Fahrt bald fortgesetzt werden.

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Ohne größere Probleme kamen wir weiter voran, teils über verkehrsarme Straßen, teils auf geschotterten Waldwegen.

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Unsere Marketenderinnen empfingen uns bei ca. km 60 auf einem Spielplatz südlich Lubienec mit einem vorzüglichen Sortiment an Speisen und Getränken. Das Ganze war sogar liebevoll mit Luftballons verziert! Einige von uns Kindsköpfen versuchten sich am Reck, einen Felgumschwung hat nur Martin zu Stande gebracht.

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Nach der Pause ging es bald wieder hinein in die riesengroßen polnischen Wälder. Viele Kilometer folgten wir einem Weg, der ab und zu nur wenig befestigt war. Hier hatten die Pedalritter ganz schön mit im tiefen Sand wegrutschenden Reifen zu kämpfen.

Falk sah dort irgendwo plötzlich eine Schlange in seiner Wegspur, konnte aber nicht mehr rechtzeitig bremsen. So überrollte er das Tier, welches danach nur noch ausgesprochen leblos herumlag. Ob das Gewürm schon vorher tot war, konnte nicht mehr festgestellt werden.

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Wenig später wandelte sich der Weg auf Grund begonnener Bauarbeiten in eine unpassierbare Sandwüste. Schnell wurde eine Alternativroute weiter nördlich ausgeknobelt. Leider handelten wir uns dadurch später eine viele Kilometer lange Nervstrecke auf einer vielbefahrenen Bundesstraße ein.

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Irgendwann wurde es dringend nötig, den vorbeidonnernden LKW eine zeitlang zu entfliehen. Ein Dorfkonsum wurde um seine Bierreserven gebracht.

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Auch ein einsetzender feiner Nieselregen konnte uns dann nicht mehr aufhalten. Wir erreichten den Stadtrand von Myszkow, kämpften uns durch den recht dichten Verkehr und verfuhren uns am Bahnhof ein letztes mal. Steffen und Heike kamen uns hier mit dem Rad entgegen und führten uns zurück in die richtige Richtung. Wenig später erreichten wir unser Hotel und wurden dort von mitgereisten Partnern in Empfang genommen.

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