Alpen 2009 – 01 – Isar bis Freising

Plattling bis Freising – 127km

Da ich diesmal nur allein unterwegs sein sollte und die Zeit knapp bemessen war, radelte ich nicht direkt im heimischen Erzgebirge los. So fuhr ich also mit dem Auto nach Plattling, direkt an der Mündung der Isar in die Donau gelegen. Dort stellte ich die Benzinkutsche auf den Parkplatz am Bahnhof, baute das Vorderrad wieder ein, wechselte noch schnell die Bremsgummis und schwang mich gegen 13:15 Uhr in den Sattel.

Isar bei Plattling
Isar bei Plattling

Isar
Isar

Östlich von Plattling bog ich direkt auf den Isar-Radweg ein. Gut ausgebaute, meist geschotterte, Wege führen durch schöne Flußauen und Erlenwälder unmerklich ansteigend flußaufwärts. Viele Gänse, Enten und andere Wasservögel tummeln sich zwischen den tief herabhängenden Zweigen am Ufer. Der Radweg ist nicht zu verfehlen, die Beschilderung einwandfrei.

Feiner Radweg
Feiner Radweg

In Landshut war eine Brücke gesperrt und deshalb der Radweg auf der anderen Seite der Isar nicht zu erreichen. Ich habe die Stadtdurchfahrt genutzt, um Proviant aufzufüllen.

Südlich von Landshut musste ich eine Weile unmittelbar neben der Bundesstraße entlang radeln, landschaftlich wenig reizvoll und laut. An einer Tankstelle bei Eching habe ich dann erstmal aufgetankt — Luft in die Reifen, Kuchen und Milch in meinen Magen. Ab hier fuhr ich auch wieder auf wesentlich schöneren Wegen nahe der Isar.

Eine weitere Sperrung des Radwegs war überhaupt kein Problem — die Umleitung bis Moosburg war hervorragend beschildert.

Brücke bei Moosburg
Brücke bei Moosburg

Nach 110km erreichte ich Freising. Es war bereits 19:15 Uhr, also höchste Zeit, eine Unterkunft zu suchen. Das erwies sich als ziemlich schwierig. Nachdem ich die Vororte auf der Suche nach einer Pension abgeklappert hatte, ohne fündig zu werden, wurde es schon dunkel. Es war dann schon 20:30 und stockfinster, als ich im Hotel „Zur Gred“ abgestiegen bin.

Nach einem durchaus guten Abendessen direkt in der Hotelkneipe, drei Hefeweizen und einem vom Wirt spendierten Julischka (kroatischer Zitronenlikör), bin ich nochmal los zu einem Bummel durch die Stadt. Es fand gerade das Freisinger Volksfest statt, mit großem Festzelt voller alkoholisierter Leute in Pseudo-Tracht, die zu drittklassiger Musik auf Tischen und Bänken tanzten. Nicht so mein Ding — also zurück und ins Bett.

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