Kroatien-2010 12.Tag

14.06.2010 Glödnitz (AT) — Bad Mitterndorf (AT) (134km) Gesamt: 1682km

Wir starteten gegen 07:45 bei heiterem Wetter. Gleich zu Anfang wartete der erste Pass, die Flattnitzer Höhe mit 1347m. Unter Begleitung eines nervigen Fliegenschwarms arbeiteten wir uns nach oben.

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Flattnitzer
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nahe

Danach ging es auf einer nur mäßig guten Straße im Paal-Tal hinab bis Stadl an der Mur. Wir folgten dem Murtal-Radweg, haben den aber auch streckenweise wegen blöder Wegführung wieder verlassen.

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Mur-Tal-Radweg
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nahe

Bei Murau sind wir ins Rantental abgebogen. Dabei folgten wir erst einem neu angelegten Radweg, dann der Straße. Bei Schöder kehrten wir erstmal ein, auch um den heraufziehenden Regen auszusitzen. Der Wirt erschien uns zunächst recht frustriert, schimpfte und grantelte herum. Trotzdem hat er uns auf extra Wunsch mit einer großen Portion Spaghetti mit Gulasch versorgt. Schließlich braucht der Pässeradler Nachschub an Kohlehydraten.

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Anfahrt
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Muh

Obwohl der Regen noch nicht ganz aufgehört hatte, traten wir wieder in die Pedale. Die in der Pause angelegten langen Klamotten erwiesen sich als notwendig, auf der Auffahrt zum Sölkpass wehte ein unangenehm kalter Wind. Anfangs war der noch gut auszuhalten, aber je weiter wir uns nach oben kämpften, um so stärker blies er uns ins Gesicht. Wenigstens hatte sich der Regen verzogen.

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Blick
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steil

Der Sölkpass ist mit seinen 1.760m nicht so sehr hoch, allerdings liegt die Steigung auch meist um die 12%. Besonders der Schlußteil nach Verlassen der Serpentinenstrecke hat es in sich. Hier muss man sich ohne Pause durchkämpfen, da man ob der Steilheit kaum wieder losfahren kann. Die letzten Meter waren an einigen Stellen noch von etwas Schnee gesäumt.

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Anstrengung
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Geschafft!

Nach einer Schußfahrt hinab nach Stein an der Enns kehrten wir erstmal ein und wärmten uns mit einer Gulaschsuppe auf.

Der Weg nach Gröbming erwies sich als Fehlschlag. Erst mussten wir ein Stück auf der vielbefahrenen Bundesstraße absolvieren. Dann führte ein Richtung Steinpass ausgeschilderter Weg einfach nicht mehr weiter. So mussten wir also ein ganzes Stück zurück. Letztlich fanden wir noch eine Steilrampe, die uns in die gewünschte Richtung brachte, die aber nur schiebenderweise zu bewältigen war.

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Blick
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Tunnel

Die Fahrt um den Salzastausee entschädigte für die Plackerei. Hier oben ist man mutterseelenallein auf einem schmalen Weg, durch grob in den Fels geschlagene Tunnel, eingeklemmt zwischen steiler Bergflanke und Wasser.

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Weg
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Wasser

Gegen Abend hatten wir schliesslich den letzten Anstieg überwunden, die Sonne tauchte die Gegend in ein besonders intensives Licht und lies das satte grün der Wiesen und Wälder nochmal richtig leuchten.

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Schöne
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von

In Bad Mitterndorf fanden wir ein nettes Quartier in einem Pferdehof.
Da die zuerst angesteuerte Pizzeria geschlossen hatte, sind wir zum Abendbrot ins Hotel-Restaurant in der Nähe unserer Privatunterkunft gegangen. War leider nur sehr mittelmäßig.

Schließlich sind wir beide während der Übertragung des Fußballspiels Italien-Paraguay (1:1) eingeschlafen.

Karte

Das Höhenprofil ist wegen der steilen Felswände am Salzastausee dort stark verfälscht, der GPS-Empfänger ermittelt die Position viel zu ungenau und die Höhe aus den SRTM-Daten liegt dann auch völlig daneben.

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Höhenprofil

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