{"id":1158,"date":"2012-10-03T22:03:13","date_gmt":"2012-10-03T20:03:13","guid":{"rendered":"http:\/\/truckle.in-chemnitz.de\/wordpress\/?page_id=1158"},"modified":"2018-01-31T20:59:07","modified_gmt":"2018-01-31T19:59:07","slug":"navigation","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/truckle.in-chemnitz.de\/wordpress\/radtouren\/navigation\/","title":{"rendered":"Navigation"},"content":{"rendered":"<p>Ich erkl\u00e4r mal grob, wie ich bei gr\u00f6\u00dferen Radtouren den Weg finde:<\/p>\n<h2>Vorplanung<\/h2>\n<p>Ich benutze die Fu\u00dfg\u00e4nger-Navigation von Google Maps. Da die Anzahl St\u00fctzpunkte (Zwischenziele) begrenzt ist, muss eine gro\u00dfe Tour in mehreren Etappen geplant werden. Je nach Wegedichte k\u00f6nnen die Etappen unterschiedlich lang ausfallen. Im dicht mit Wegen und Stra\u00dfen durchzogenen Mitteleuropa sind Tagesetappen am sinnvollsten. Die mit der Maus zurechtgezupfte Route speichere ich mir als Link weg, am einfachsten als Lesezeichen.<\/p>\n<p>Meist besorg&#8216; ich mir auch klassische Papierkarten und vergleiche die geplante Route nochmal damit. F\u00fcr klassische Mehrtagestouren auf Stra\u00dfen und guten Wegen eignet sich ein Ma\u00dfstab von 1:100.000 bis 1:150.000 am besten. Man kommt aber auch mit einem Autoatlas 1:200.000 gut zurecht. 1:300.000 ist schon zu grob, hier findet man u.U. schon in Kleinst\u00e4dten die richtige Richtung nur mit M\u00fche. F\u00fcr Mountainbike-Touren braucht&#8217;s Wanderkarten 1:50.000 oder besser.<\/p>\n<p>Mit dem Bookmarklet <a href=\"http:\/\/www.elsewhere.org\/journal\/gmaptogpx\/\" target=\"_blank\">GMapToGPX<\/a> erh\u00e4lt man die geplante Route als GPX-Daten. Es ist sinnvoll, dort auf den Knopf &#8222;Full&#8220; zu dr\u00fccken. Die Daten kopier ich mir per Copy and Paste in einen Texteditor und speichere als gpx-Datei.<\/p>\n<p>Diese wandel ich per <a href=\"http:\/\/www.gpsbabel.org\/\" target=\"_blank\">gpsbabel<\/a> in eine kml-Datei um. Dazu hab ich mir ein Script gpx2kml geschrieben:<\/p>\n<p><code><br \/>\n#!\/bin\/sh<br \/>\nif [ -z \"$2\" ]; then<br \/>\n  ZIEL=\"`basename $1 .gpx`.kml\"<br \/>\nelse<br \/>\n  ZIEL=\"$2\"<br \/>\nfi<br \/>\ngpsbabel -i gpx -f \"$1\" -o kml,points=0 -x nuketypes,waypoints -F \"$ZIEL\"<br \/>\n<\/code><\/p>\n<p>Wer nicht mit der Befehlszeile hantieren mag, der kann das auch \u00fcber die Webseite <a href=\"http:\/\/www.gpsvisualizer.com\/\" target=\"_blank\">www.gpsvisualizer.com<\/a> erledigen lassen. Dort kann man den Plan auch nochmal mit Openstreetmap-Karten ansehen. Am besten eignet sich die Cyclemap-Variante, da diese auch H\u00f6henlinien enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Dann benutze ich <a href=\"http:\/\/www.google.de\/earth\/index.html\" target=\"_blank\">Google Earth<\/a>, um die entstandene Route genauer zu begucken. Hier findet man auch am besten raus, ob es brauchbare Alternativen f\u00fcr steile Anstiege o.\u00e4. gibt.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem nehme ich meist noch <a href=\"http:\/\/ruessel.in-chemnitz.de\/tkosm\/\" target=\"_blank\">tkosm<\/a>, um mir vorab ein H\u00f6henprofil der Strecke anzusehen. Dazu muss man nur die Datei laden und auf den Knopf &#8222;SRTM&#8220; dr\u00fccken.<\/p>\n<h2>Unterwegs<\/h2>\n<p>Ich mach&#8216; das im Moment noch zweigleisig: Papier und Smartphone.<\/p>\n<h3>Papier<\/h3>\n<p>Ich sorge daf\u00fcr, dass ich die jeweils aktuelle Karte in der Klarsichth\u00fclle auf der Lenkertasche habe. Landkarten kann man meist entsprechend zusammenfalten. Hat die Karte eine steife Papp-H\u00fclle, so rei\u00df&#8216; ich die einfach ab. Bei Atlanten mit Spiralbindung dr\u00f6sel ich diese auf und nehme nur die tats\u00e4chlich ben\u00f6tigten Bl\u00e4tter mit.<\/p>\n<p>Bei fester Bindung funktioniert Abfotografieren und Ausdrucken auf A4 (beidseitig) am besten. Die Fotos werden drau\u00dfen an einem sonnigen Tag, aber im Schatten, am besten. Blitz geht gar nicht, bei dem geringen Abstand \u00fcberstrahlt das gnadenlos. Da die Fotos nie richtig gerade werden, muss man noch die Verzerrung korrigieren. Ich benutze dazu das Perspektive-Werkzeug von <a href=\"http:\/\/www.gimp.org\/\" target=\"_blank\">Gimp<\/a>.<\/p>\n<p>Die Kartenbl\u00e4tter numerier&#8216; ich am Rand durch, sonst geht unterwegs viel Zeit mit Suchen und Sortieren drauf.<\/p>\n<h3>Smartphone<\/h3>\n<p>Ich habe ein nicht mehr ganz taufrisches HTC Magic, auch Google G2 genannt. Die Hauptanwendung unterwegs ist Osmand+. Man kann auch die kostenlose Variante Osmand verwenden, die ist nur in der Anzahl benutzbarer Offline-Karten beschr\u00e4nkt. Das Kartenmaterial kommt vom Projekt <a href=\"http:\/\/www.openstreetmap.org\" target=\"_blank\">Openstreetmap<\/a>.<\/p>\n<p>Ich lade mir vorab jeweils die geplanten L\u00e4nder bzw. Bundesl\u00e4nder als Offline-Vektordaten herunter. Dazu sollte das Telefon eine WLAN-Verbindung haben, die Kartendaten sind gro\u00df. Au\u00dferdem lade ich jeweils noch die SRTM-Dateien, damit ich die H\u00f6henlinien sehe.<\/p>\n<p>Da mein Telefon so lahm ist, dass das Rendern der Karten jeweils viel Geduld erfordert, speichere ich mir noch die fertigen Pixel-Karten entlang der geplanten Route. Dazu lade ich zu Hause die geplante Tour als gpx-Dateien aufs Telefon in das Verzeichnis \/sdcard\/osmand\/tracks. Dann w\u00e4hle ich in Osmand Darstellung -> GPX-Track und lasse mir die Route anzeigen. Als Kartenquelle stelle ich CycleMap ein.<\/p>\n<p>Dann setze ich nacheinander den Zoomlevel auf 12, 13, 14 und 15 und fahre die GPX-Route so ab, dass alle Kartenabschnitte heruntergeladen und dabei in den Cache gespeichert werden. Diese sind dann auch noch verf\u00fcgbar, wenn die Internetverbindung unterwegs weg ist.<\/p>\n<p>Gegenden, in denen ich \u00f6fter unterwegs bin (Sachsen, Nordb\u00f6hmen), habe ich mir irgendwann komplett abgespeichert. Dazu geht man erst in einen \u00dcbersichts-Zoomlevel und bringt das herunterzuladende Gebiet zur Anzeige. Dann w\u00e4hlt man Men\u00fc -> Mehr -> Optionen f\u00fcr Lokation -> Karte herunterladen und stellt den Zoomlevel auf 13&#8230;15, je nach gew\u00fcnschter Detailstufe und verf\u00fcgbarem Speicherplatz und Bandbreite. Am besten l\u00e4\u00dft man das mehrmals durchlaufen, beim ersten Durchlauf werden gern einzelne Tiles (Abschnitte) \u00fcberspungen.<\/p>\n<p>Der Akku meines Telefons h\u00e4lt bei eingeschaltenem GPS nur so 3..4 Stunden durch. Das reicht nat\u00fcrlich nicht, deshalb bleibt der GPS-Empf\u00e4nger im Telefon bei mir aus. Ich habe sowieso immer einen GPS-Logger mit, einen iBlue i747. Dieser macht nichts weiter, als fortlaufend die Position zu bestimmen, diese per Bluetooth zu versenden und wegzuspeichern. Auf dem Smartphone habe ich eine App &#8222;Bluetooth GPS Provider&#8220;. Diese empf\u00e4ngt die Positionsdaten per Bluetooth und reicht diese an Android weiter. Da der Bluetooth-Empf\u00e4nger deutlich weniger Strom braucht als der GPS-Teil, kommt man so den ganzen Tag hin. Damit das ganze funktioniert, muss man in Einstellungen -> Apps -> Entwicklung die Option &#8222;Falsche Standorte&#8220; aktivieren.<\/p>\n<p>Der GPS-Logger kommt in die Lenkertasche oder in den Rucksack, das Smartphone in eine R\u00fcckentasche das Trikots. Bluetooth, Bluetooth GPS-Provider und Osmand+ bleiben die ganze Zeit an, die Kartenquelle steht auf CycleMap und der GPX-Track wird angezeigt. So gen\u00fcgt ein ganz kurzer Halt und ein Blick aufs Ger\u00e4t, um sofort in die richtige Richtung weiterfahren zu k\u00f6nnen. Netterweise zeigt Osmand mit einem hellblauen, halbtransparenten Sektor an, in welche Richtung man das Ger\u00e4t gerade h\u00e4lt. So hat man auch schnell herausgefunden, welcher Weg in der Landschaft welcher Angabe in der Karte entspricht.<\/p>\n<p>Auf gro\u00dfer Tour habe ich zwei Ladeger\u00e4te mit Mini-USB-Anschluss mit, eins f\u00fcrs Telefon, eins f\u00fcr den GPS-Logger. Au\u00dferdem habe ich noch ein kleines Solarmodul mit eingebautem Akku als zus\u00e4tzliche Energiequelle. Und seit diesem Sommer schlepp&#8216; ich noch einen Batteriehalter mit, in den man R6-Akkus einlegen kann. Diese lassen sich darin aufladen, aber auch als Energiequelle f\u00fcr externe Ger\u00e4te benutzen. Gehen die Akkus mal zur Neige, so kann man auch einfach Batterien kaufen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ich erkl\u00e4r mal grob, wie ich bei gr\u00f6\u00dferen Radtouren den Weg finde: Vorplanung Ich benutze die Fu\u00dfg\u00e4nger-Navigation von Google Maps. Da die Anzahl St\u00fctzpunkte (Zwischenziele) begrenzt ist, muss eine gro\u00dfe Tour in mehreren Etappen geplant werden. Je nach Wegedichte k\u00f6nnen die Etappen unterschiedlich lang ausfallen. 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