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Winterwanderung

Heute sollte unser Ziel das Hochgebirge sein. Also sind wir zum Vršic-Pass (ca. 1600m) hochgefahren und von dort aufgebrochen.

Vorher beguckten wir noch die große Soča-Klamm, lag ohnehin am Weg.

Die Variante, den Mala Mojstrovka (2333m) zu besteigen, konnten wir uns gleich aus dem Kopf schlagen. Aber auch der Semenova Špicak (1909m) war nur als Winterwanderung zu erreichen.

Aufstieg zum ersten Sattel auf Schotter
Auf Schnee hinab in eine kleine Senke
Semenova Špicak direkt voraus

Die warmen Klamotten konnten im Rucksack bleiben, aber die derben Bergschuhe und Wanderstöcke waren ungemein nützlich.

Dabei war es in der Sonne brütend heiß, völlig im Kontrast zum Schnee unter den Füßen

Auf dem Gipfel hat man eine wunderbare Aussicht auf die Julischen Alpen, hinab nach Planica und dahinter die kärtner Berge.

Planica

Die im Wanderführer prophezeite Blumenpracht war noch arg eingeschränkt – es gab einige Krokusse, etwas Heidekraut und ein paar Pilze???

Eigentlich sollte das ein Rundweg werden, aber das steinschlaggefährdete Schneebrett unterhalb der Felswand war uns zu tückisch, wir sind lieber den gleichen Weg zurückgegangen (gewatet bzw. geruschelt).

Wieder unten angekommen, bin ich mal schnell in die Soča reingehüpft — und noch schneller wieder heraus. Die Wassertemperatur dürfte 4…5°C betragen haben.

Rad- und Schiebtour zur Lepenica

Wir sind heute erst spät gestartet, man muss ja auch mal richtig ausschlafen. Mit dem Bike ging es zunächst am Ostufer der Soča bergauf, dann noch etwas steiler zu einem Aussichtspunkt.Eine Holperabfahrt brachte uns zurück an den Fluss. Ein paar Kilometer weiter findet sich rechterhand eine Gedenkstätte an die Opfer der Isonzo-Schlacht im 1. Weltkrieg. Isonzo ist der italienische Name der Soča. Hier standen sich Österreich-Ungarn und Italien gegenüber.Nur wenige hundert Meter weiter gelangt man an die Mündung der Lepenica in die Soča. Wir fuhren über eine Brücke, dann auf einer kleinen Straße das Lepena-Tal hinauf.Die Auffahrt war ziemlich schweißtreibend, in der prallen Mittagssonne. Oben gibt es eine Hütte mit Gastronomie, wir stärkten uns mit Bier bzw. Radler. Eine kurze Erkundung ergab, dass der Weg oberhalb der Hütte Richtung Krnsko Jezero nur zum Wandern taugt. Wir kehrten um, fuhren auf die linke Talseite und über schöne Waldwege hinab.Leider endete der schöne Weg irgendwann und es ging nur noch mühsam mit Schieben und Tragen weiter — hinab in die Lepenica-Schlucht.Wir lehnten das Rad an die Steine und futterten erst einmal mitgebrachtes. Die tolle Umgebung entschädigte für die Quälerei über die felsigen Pfade.

Endlich hatten wir den Ausgang der Schlucht erreicht und rollten gemütlich hinab zur Soča.Ein letzter Anstieg auf grobem Schotter brachte uns hoch zum Flugplatz in Bovec.

Bella Italia

Heute war ein eher geruhsamer Tag, wir sind nach Duino, an der Adria zwischen Monfalcone und Triest gefahren.

Castello Vecchio aus dem 11.Jhdt.
Castello Nuovo
Blick vom Rilke-Weg
Abseilen zum Strand
Ohne genau hinzusehen, 3 irgendwas bestellt.
Aperol-Spritz in groß und superlecker
Wassertemperatur ca. 18°C

Rückweg wieder über den Rilke-Weg
Magic Mushrooms???

Wilde Wasser und wilde Wege

Der Tag begann mit Ärger — wir wollten Richtung Predil-Pass radeln, aber dort oben hing noch die Regenwolke. Also sind wir zurück Richtung Soča und wollten hinauf ins Lepena-Tal. Ein feiner Singletrail brachte uns zum Fluss — aber die Brücke war beschädigt und gesperrt. Es folgte eine üble 400m-Schiebestrecke zur nächsten Brücke. Der Brückenzugang musste hart erkämpft werden.

Rauf auf den Felsen!

Die Soča ist hier eng eingezwengt und donnert durch die Schlucht.

Nach einigen Kilometern bergauf wurde es immer kälter und begann erneut, zu nieseln. Wir beschlossen, umzukehren, und talwärts Richtung Kobarid zu fahren. Schnell waren wir an der Hängebrücke, die gestern unser Umkehrpunkt war. Das bessere Wetter wurde von zahlreichen Kanuten ausgenutzt.

Etwas weiter südlich wand sich der Weg am Hang hoch, immer abwechselnd schlammig und geröllig. Die folgende Abfahrt war voller loser Steine und wahrlich nicht einfach zu fahren. Bis auf ein kurzes Steilstück haben wir das aber beide gut hinbekommen.

Der nächste Wegeabschnitt war völlig grauslich, voller Geröll und toter Bäume.

Letztlich gab es doch noch eine schöne Abfahrt hinab zur Napoleonbrücke bei Kobarid

Aufkommende schlechte Laune wurde mit leckerem Essen, Bier und Aperol-Spritz bekämpft.

Der Heimweg erfolgte zunächst auf der Straße, dann über „unsere“ Hängebrücke bei Srpenica und zum Schluß noch sinnloserweise über Schlammwege und durch eine tretlagertiefe Furt.

Im Abendlicht ergeben die Blumenwiesen und schneebedeckten Gipfel im Hintergrund ein schönes Fotomotiv.

Blick von unserem Häusel gen Osten

Slap Boka und Soča

Hurra, der Regen ist weg, es nieselt nur noch ab und zu ein wenig. Wir haben heute die Aussichtspunkte am Slap (Wasserfall) Boka erklommen. Der erste war noch einfach zu erwandern und voller Leute. Die Boka schießt weiter oben aus der Felswand und stürzt über 100m tosend in die Tiefe.

Der Pfad zu den weiteren Aussichtspunkten ist recht steil und teilweise ausgesetzt und ganz oben auch noch ziemlich rutschig.Die tolle Aussicht entschädigte für den strapaziösen Anmarsch.

Blick ins obere Soča-Tal

Ganz oben überholte uns ein junges Pärchen im superfitten Sturmschritt. Die beiden waren aus Seattle, USA, und ganz angetan von der Schönheit Europas im Allgemeinen und Sloweniens im Besonderen. Dank ihrer Hilfe gelangten wir auch mal beide aufs Foto.

Anschließend wanderten wir noch ein Stückchen Soča-abwärts bis zu einer feinen Hängebrücke bei Srpenica.

Graugrüne Soča mit Kiesbänken
Erste Walderdbeeren
Schwankt!
Herrliche Blumenwiesen